Badische Stahlwerke Kehl verlangen nach grünem Strom

Badische Stahlwerke Kehl verlangen nach grünem Strom

Mit einem Stromhunger, so groß wie alle Privathaushalte der Stadt Köln zusammen, brauchen die Badischen Stahlwerke Lösungen in der aktuellen Energiepreiskrise.

Die Stahlbranche leidet besonders unter den aktuellen Energiekosten, auch die Badischen Stahlwerke Kehl, der einzige Stahlerzeuger in Baden-Württemberg. Die Klimaneutralität und die Sicherstellung einer funktionierenden Transportlogistik waren die Schwerpunktthemen  anlässlich eines Besuches der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am vergangenen Montag.

Im Gespräch mit den Gesellschaftern und der Geschäftsführung informierte sich die Ministerin über die Herausforderungen eines energieintensiven Unternehmens auf dem Weg zur CO2-Neutralität, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten bei Ministerbesuchen, reiste Hoffmeister-Kraut ohne ihren

Wahlkreisabgeordneten, dem Parteikollegen Willi Stächele (CDU), an. Auch der neu gewählte Kehler Oberbürgermeister Wolfgang Britz war nicht beim Besuch anwesend. Da es sich vorrangig um Themen der Energie und Logistik gehandelt habe, und weniger um lokalpolitische Themen, wurde seitens des Stahlwerkes auf deren Anwesenheit verzichtet. Es war ein Anliegen von Gesellschafter Horst Weitzmann, vor allem die Transportlogistik mit der Ministerin am Standort beim Kehler Hafen zu diskutieren.

Zulieferung des Metallschrotts über Rheinschiffe und Bahn
Rund 50 Prozent der ein- und ausgehenden Transporte von insgesamt 4,3 Millionen Tonnen wickelt das Unternehmen aktuell durch seine günstige Lage am Kehler Rheinhafen per Schiff ab. Die andere Hälfte wird über die Bahn transportiert. Eine funktionsfähige Verkehrsinfrastruktur ist aus diesem Grund existenziell für die Badischen Stahlwerke. „Die auch für die Transformation zur CO2-Neutralität notwendige Verlagerung des Verkehrs auf Schiff und Bahn erfordert entsprechende Investitionen in das Wasserstraßen- und Schienennetz“, erklärte BSW-Geschäftsführer Andreas Volkert zusammen. „Wir hoffen auch hier angesichts der bekannten Probleme – besonders bei der Deutschen Bahn – auf ein Handeln der Politik.“

Ein weiteres wichtiges Thema für das Stahlwerk war laut Pressemitteilung für das energieintensive Unternehmen die CO2-Neutralität. Ziel sei es, in Zukunft klimaneutral zu produzieren. Mit der schrottbasierten Stahlproduktion hätten die Badischen Stahlwerke bereits heute eine wichtige Basis für eine klimaneutrale Produktion und die Erreichung der Klimaziele geschaffen. Im Vergleich zur herkömmlichen, integrierten Stahlerzeugung würden nach eigenen Angaben des Unternehmens schon jetzt 80 Prozent der CO2-Emmissonen pro Tonne Stahl in Kehl entfallen. Möglich sei das zum einen, weil die Badischen Stahlwerke zum Schmelzen des Stahlschrotts in den Elektroöfen Strom einsetzen. Die Produktion sei außerdem ressourcenschonender, weil im Sinne einer Kreislaufwirtschaft aus Schrott neuer Stahl entsteht.

Ausreichend und bezahlbarer grüner Strom
Bis zu 2,4 Millionen Tonnen Betonstahl für die Bauindustrie werden im Kehler Werk pro Jahr aus Schrott hergestellt – ein Kreislaufprozess, der unbegrenzt wiederholt werden könne. Die Badischen Stahlwerke seien bereits heute eines der energetisch effzientesten Stahlwerke Europas. Das Ziel sei es jedoch, diese Führungsposition in diesem so wichtigen Feld weiter auszubauen, erklärt das Unternehmen gegenüber der Ministerin. Dafür brauche man die Unterstützung der Politik: Um den CO2-Fußabdruck weiter wesentlich reduzieren zu können, sei vor allem ausreichend bezahlbarer grüner Strom notwendig, betont Volkert im Gespräch mit der Ministerin. Für die Produktion benötige das Werk pro Jahr so viel Strom wie alle Privathaushalte der Stadt Köln zusammen – und der müsse zur Verfügung stehen, wolle das Unternehmen die Klimaziele erreichen und in Zukunft die Baubranche weiter mit Betonstahl versorgen. „Aber auch das im Produktionsprozess eingesetzte Erdgas muss mittelfristig durch grün hergestellten Wasserstoff ersetzt werden“, so Volkert.
„Hier sind wir ebenfalls auf die richtigen Entscheidungen der Politik angewiesen.“

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut sagte bei ihrem Besuch ihre Unterstützung zu: „Wir wollen, dass die Transformation der am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden energieintensiven Industrie in eine CO2-neutrale Zukunft gelingt.“ Sie sei zuversichtlich, dass mit den Weichenstellungen, die die Landesregierung unternehme, das auch klappe. „Denn wir haben alle ein gemeinsames Ziel vor Augen: die Stärkung der Wirtschaft in Baden- Württemberg bei gleichzeitiger Verfolgung unserer Klimaziele.“

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